Dilan ist eine lebenslustige junge Frau mit einem guten Job und vielen Freunden, doch ihren wahren Namen und ihre Geschichte kennt niemand. Als Kind flüchtete sie mit ihrer jesidisch-kurdischen Familie aus dem Irak. Ihr Vater ersticht die Mutter, als Dilan 12 Jahre alt ist. Danach wird der Onkel das Oberhaupt in der Familie, er drangsaliert und misshandelt die sechs Kinder. Es kommt zum Machtkampf zwischen Onkel und Brüdern. Dilan flieht und wendet ihr Schicksal - sie baut sich ein unabhängiges Leben auf. Mit diesem Buch möchte sie andere Frauen ermutigen, den Weg in die Freiheit zu wagen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 06.07.2017
Rezensent Peter Haffner liest das Buch der jungen, aus dem Irak stammenden kurdischen Jesidin Dilan S. über Glück und Unglück des Exils in Deutschland als wichtigen Beitrag zur Debatte über den Umgang Echtheit mit Fremden. Das geschilderte Familiendrama, in dessen Verlauf der Vater die Mutter erstach und sich die Autorin absetzte, um unter fremdem Namen zu leben, zeigt Haffner, wie wenig pauschale Behauptungen über unverrückbare kulturelle Barrieren die Diskussion voranbringen und dass die Rahmenbedingungen und das Engagement Einzelner für das Gelingen von Integration bedeutsam sind.
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