Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 19.06.2000
Die Politik der Großen Koalition zwischen 1966 und 1969 hat entscheidende Weichen der Reformpolitik für die darauffolgende sozial-liberale Koalition gestellt; aber die Kompromissmacher zwischen CDU und SPD waren nicht Kiesinger und Brandt, sondern ihre Fraktionsvorsitzenden Rainer Barzel und Helmut Schmidt. Dietmar Süss bescheinigt in seiner Besprechung der Historikerin A. H. Schneider, den Einfluss besonders von Helmut Schmidt bei dieser Weichenstellung erstmals ausführlich gewürdigt zu haben. Leider hat sie sich jedoch, so der Rezensent, vor allem auf die Akten Schmidts verlassen, - Einsicht in die Nachlässe von Wehner und Brandt wurden ihr nicht gewährt. Insofern verschiebt sich ihre Perspektive recht deutlich hin zu einer Übereinstimmung mit Schmidts Selbstinterpretation; seine "Ambitionen und Ränkespiele" bewertet sie seiner Meinung allzu oft undistanziert als "Sachpolitik", wo auch andere Interpretationen möglich gewesen wären.
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