Lyrik ist die kleinste und die schönste Form der Dichtung. Der Reiz liegt im Aufspüren der Affinität des Herausgebers. Ist der Ausgewählte Vorbild? Ist er ein zu Unrecht Vergessener, Übersehener, dem Gerechtigkeit widerfahren soll? Oder soll an einem festgefügten Autorenbild eine längst überfällige Korrektur vorgenommen werden? Indem sich der Dichter/Herausgeber aber für einen Autor entscheidet, legt er eine Art Bekenntnis ab. Zu erspüren, welcher Art dieses Bekenntnis ist, bleibt Aufgabe des Lesers.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.04.2002
Richard Kämmerlings ist von diesem Lyrikdebüt, das von einem Vorwort Thomas Klings eingeleitet wird, ziemlich begeistert. Er findet, dass die Texte eine "zusätzliche Ebene" zu den beigegebenen Bildern schafft, wobei er allerdings die schlechte Qualität der Fotoausschnitte bedauert. Dies bleibt aber die einzige Kritik an dem Gedichtband, dessen Verse er, ob sie die stickige Atmosphäre der Wirtschaftswunderzeit festhalten oder "philosophische Fragmente verhackstücken", als "produktiv" und "virtuos" preist. Für Kämmerlings ist das Buch einmal mehr ein Beweis dafür, dass sich moderne Lyrik durchaus nicht nur in "Selbstbespiegelung" oder reiner Sprachartistik ergeht, weshalb er die Autorin nachdrücklich lobt.
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