Der Leinenband versammelt 111 erstmals in Buchform veröffentlichte Gedichte von Said.
das gedicht - / ein schatten / auf der suche nach dem licht / das ihn geworfen hat - / harrt im dunklen und / teilt seine nahrung / mit jeglichem getier / im hinterhalt des wortes
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 21.01.2017
Angela Schader hat Freude mit Saids Gedichten. Gerade weil der in Teheran geborene, lange in Deutschland lebende und arbeitende Schriftsteller immer noch mit der neuen Sprache hadert. Daraus entsteht laut Schader ein von keiner Konvention gestörter Blick auf die Welt, und das Gewohnte wird belebt. Mal surreal-humoristisch, meint sie, mal in Auseinandersetzung mit Hölderlin oder auch als sinnlich-erotische Liebeslyrik, die zu Schaders Glück ohne Schlüpfrigkeit auskommt. Besonders reizvoll findet die Rezensentin die Feinstruktur des Buches. Öfters befruchten sich einander gegenüberstehende Gedichte durch "Funkensprung von Wort zu Wort", erklärt sie.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.01.2017
Stefan Weidner entdeckt das Licht mit den Gedichten des aus Teheran stammenden, in München lebenden Dichters Said. Licht als Gottesbeweis, aber auch als Kontrast zur erotisch konnotierten Dunkelheit, die in den Texten ebenfalls ihren Platz hat, wie Weidner erläutert. Die im Zentrum des Bandes stehenden sinnlichen Liebesgedichte täuschen Weidner nicht darüber hinweg, dass hier ein komplexer, politischer Dichter am Werk ist, der sich seiner geistigen Tradition bewusst ist und Anspielungen auf den Koran in seine Texte aufnimmt. Dass all das indirekt geschieht, scheint Weidner zu gefallen, solange der Autor dabei nicht zu sehr ins Surrealistische ausschert.
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