Sally Nicholls

Eine Insel für uns allein

Roman (ab 12 Jahre)
Cover: Eine Insel für uns allein
dtv, München 2017
ISBN 9783423640282
Gebunden, 216 Seiten, 12,95 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Beate Schäfer. Holly Theresa Kennet, 13 Jahre, schreibt ein Buch über ihren kleinen Bruder Davy und ihren großen Bruder Jonathan und über ihr ganz schön kompliziertes Leben. Seit ihre Mutter gestorben ist, hat der 18-jährige Jonathan das Sorgerecht für seine Geschwister. Und obwohl er sein Studium abgebrochen hat und wie ein Verrückter arbeitet, ist das Geld immer knapp. Das könnte sich ändern, als ihre wohlhabende, aber exzentrische Tante Irene einen Schlaganfall erleidet und, unfähig zu sprechen oder zu schreiben, Holly einen Stapel Fotos in die Hand drückt, die sie zu einer Erbschaft führen soll, die die Kinder von allen finanziellen Problemen befreien könnte.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.03.2017

Katharina Laszlo liest aus Sally Nicholls Roman für Menschen die Aufforderung heraus, zu lesen, zu schreiben und zu leben. Dass das Erwachsenwerden chaotisch und hoffnungsvoll zugleich ist, erfährt sie hier ebenfalls, wenn Nicholls den Bewusstseinsstrom ihrer 13-jährigen Heldin Holly dokumentiert und sie in Gedanken Ernstes und Existenzielles in ihre ganz eigene Erzählung verwandeln lässt. Dass Holly auch eine Menge finsteres Material zur Verfügung hat (eine tote Mutter, einen toten Vater, eine tote Tante) scheint Laszlo so leichter erträglich.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 09.02.2017

Nach ihrem grandiosen Debüt und einigen weniger überzeugenden Versuchen ist er endlich wieder da, der Sally-Nicholls-Sound, der so authentisch wie eindringlich und bewegend klingt, schwärmt Rezensentin Katrin Hörnlein. Sie liest hier die aus der Perspektive der dreizehnjährigen Holly erzählte Geschichte von drei Geschwistern, die nach dem Tod der Eltern allein zurecht kommen müssen und ein kompliziertes Rätsel lösen müssen, um an das Erbe einer reichen Tante zu kommen. Wie gekonnt Nicholls dabei zwischen Abenteuergeschichte, Sozialdrama und Entwicklungsgeschichte hin- und herswitcht, hat die Kritikerin beeindruckt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 03.02.2017

Siggi Seuss ist erst einmal überrascht: Was wie ein Sozialdrama um drei Geschwister beginnt, die nach dem Tod ihrer Eltern auf sich allein gestellt sind, verwandelt Sally Nicholls unversehens in einen Abenteuerroman um eine versteckte Erbschaft. Wenn es die Geschwister auf der Jagd nach dem Schatz bis auf die entlegenste der schottischen Orkney-Inseln verschlägt, dann packt den Rezensenten glatt die Reiselust - und die Leselust sowieso. Weil es der Autorin gelingt, Widrigkeiten und Schicksalsschläge in Lebensfreude umzumünzen, ist der mitreißende Roman für Seuss "ein Hort freudiger Ereignisse und ein Ort freundlicher Begegnungen".
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