In nur einem Augenblick verschwinden auf der ganzen Welt alle Menschen mit einem Y-Chromosom - urplötzlich, ohne jede Spur. Auch Jane hat ihren Mann und ihren kleinen Sohn verloren. Voller Panik sucht sie die einzige Person auf, von der sie sich Hoffnung verspricht: Evangelyne, die charismatische Anführerin einer politischen Untergrundbewegung, mit der sie eine alte Freundschaft verbindet. Gemeinsam erschaffen sie und all die übrigen Frauen eine völlig neue Gesellschaft - eine friedliche, sichere Welt. Doch dann tauchen höchst verstörende Videos der verschwundenen Männer und Jungen auf, und als Jane einen Weg erkennt, sie zurückzuholen, muss sie sich fragen: Wäre sie bereit, diese neue Welt dafür zu opfern?
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 15.05.2024
Rezensentin Birgit Schmid liest Sandra Newmans Roman als Erzählung vom "Scheitern einer radikalfeministischen Vision". Die Autorin löscht in ihrem Text alle Männer aus, so Schmid, von einem auf den anderen Tag sind sie alle verschwunden - zurück bleiben die Frauen, von denen zunächst viele erleichtert aufatmen - die Befreiung vom Patriarchat, sie ist endlich wahr geworden. Doch die vermeintliche Idylle trügt, wie Schmid schildert: Zum Einen trauern viele um ihre verlorenen Söhne, Männer und Freunde, zum Anderen ist auch unter den Frauen nicht alles rosig - Machtkämpfe und Intrigen brechen aus. Schmid sieht hier einen Gegenentwurf zum ihr zu Folge in den Sozialen Medien grassierenden Männerhass - Newman zeige hingegen, dass das "feministische Dogma" vom "Ende des Mannes" eine Illusion sei.
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