Aus dem Italienischen von Monika Lustig. Es ist Nacht in Palermo, als Lorenzo La Marca in einer Lache aus Blut auf die Leiche des Antiquitätenhändlers Umberto Ghini stößt. Das vermeintliche Blut entpuppt sich bald als Regenwasser aus einem umgestürzten rostigen Fass.Die Leiche jedoch ist echt. La Marca bleibt nicht lange Zaungast. Der Vater seiner heimlichen Freundin Michelle Laurent wird unter Mordverdacht verhaftet. Er hatte ein Verhältnis mit der Witwe Ghini und teilte auch andere Neigungen des Toten. Beim Versuch ,dem guten Herrn Laurent aus der Patsche zu helfen, stürzt sich Lorenzo La Marca tiefer in den Fall, als ihm lieb ist. Doch nicht zuletzt sein botanisches Wissen und seine Menschenkenntnis bringen den Biologieprofessor und Palermo-Liebhaber La Marca auf die Spuren eines Spiels mit doppeltem Boden.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 18.01.2001
Eine Leiche auf der Straße macht noch keinen guten Krimi. Das wäre die Besprechung in einem Satz. Aber weil das nicht angeht, solche Verkürzung, schreibt Georg Sütterlin noch, woran es hapert in diesem Buch. Da wäre zunächst die Länge: ungebührlich, meint Sütterlin, wer hat schon so viel Zeit?! Und dann fehlt dem Rezensenten die ermittlungstechnische Friemelei, die bei der Geschwätzigkeit des Autors - das schreibt er wirklich - einfach zu kurz komme. Dass der Hang des Autors zu Frotzelei und Witzelei im Deutschen dagegen gut rüberkommt, wie Sütterlin bemerkt, ist zwar ein Lob für die Übersetzerin (Monika Lustig!), nicht wirklich aber fürs Buch. Schön, meint der Rezensent, dass es wenigstens die Annehmlichkeiten aller seriellen Krimis bietet: Lokalitäten, Figuren, die man kennt - sofern man den ersten Krimi von Piazzese gelesen hat versteht sich.
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