Aus dem Englischen von Andrea Schmittmann. Über die faszinierende Welt der Wespen Wespen gelten als die Gangster der Insektenwelt, als geflügelte Mörder mit gewaltigen Stacheln, als biblische Strafe und Inspiration für Horrorfilme. Was hat zu diesem miserablen Image geführt? Und haben sie diesen Ruf verdient?Die britische Entomologin und Verhaltensökologin Seirian Sumner hat jahrelang das Wesen der Wespen erforscht und bringt uns ihre Welt auf faszinierende Weise näher: Denn Wespen führen nicht nur ein hochentwickeltes (wie unterhaltsames) Sozialleben, sie sind auch natürliche Schädlingsbekämpfer; zum Beispiel gegen Raupen und Kleidermotten. Ohne ihre Bestäubung könnten wir keine Feigen ernten, mit ihrem Geruchssinn stellen sie jeden Spürhund in den Schatten, und Bestandteile ihres Gifts spielen bei der Bekämpfung von Krebszellen zunehmend eine Rolle.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.09.2023
Rezensent Thomas Weber lernt in Seirian Sumners Buch viel über die unbeliebten Wespen. Diese sind uns eigentlich nur als Plagegeister an Grillabenden bekannt, doch die rund 100.000 verschiedenen Arten an Wespen, deren soziales Leben in der Komplexität und Struktur dem der Bienen ähnelt, haben allerdings durchaus mehr zu bieten, so Weber. Demnach gibt es parasitisch-lebende Arten, die als Larve in einem Wirt aufwachsen und diesen schließlich töten - eine Methode, die brasilianische Bauern zum Schutz ihrer Maisfelder vor einer bestimmten Schmetterlingsart einsetzen, lesen wir. In Deutschland tragen Wespen sowohl zur Schädlingsbekämpfung wie auch zur Bestäubung von Blüten bei, zum Beispiel bei Orchideen oder Feigen. Was Weber besonders imponiert, ist, dass Sumner auch auf Misserfolge während ihrer Forschung eingeht oder bekennt, dass der Stand der Forschung weitere Schlüsse nicht zulässt - etwas, was in anderen Publikationen meistens verschwiegen oder übergangen wird. Ein "exzellentes Buch" und eine Rehabilitierung der Wespen, findet Weber.
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