Gunilla Budde (Hg.), Sebastian Conrad, Oliver Janz (Hg.)

Transnationale Geschichte

Themen, Tendenzen und Theorien
Cover: Transnationale Geschichte
Vandenhoeck und Ruprecht Verlag, Göttingen 2006
ISBN 9783525367360
Kartoniert, 320 Seiten, 24,90 EUR

Klappentext

Was heißt und zu welchem Ende schreibt man transnationale Geschichte? Die Internationalisierung der Geschichtswissenschaft schreitet voran. Zunehmend orientiert sie sich an transnationalen Fragestellungen und globalen Zusammenhängen. Dieser Band zieht eine Zwischenbilanz der aktuellen Entwicklung. Vom historischen Vergleich über die europäische Geschichte und die Postcolonial Studies bis zu globalgeschichtlichen Perspektiven stellen die Autoren die wichtigsten Konzepte einer transnationalen Historiografie vor. Daneben werden Felder der Geschichtswissenschaft behandelt, in denen transnationale Perspektiven eine lange Tradition haben, wie die jüdische Geschichte, die Intellectual History, die Geschichte multinationaler Unternehmen und die Konsumgeschichte; oder vergleichende und beziehungsgeschichtliche Fragen, die in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen haben, wie die historische Nationalismusforschung, die Arbeitergeschichte, die Geschichte der Zivilgesellschaft oder die Geschichte kollektiver Erinnerungen. Schließlich werden Ansätze, wie die Kulturgeschichte oder die Mikrogeschichte, die sich gegen internationalisierende Zugriffe zu sperren scheinen, in ihrer transnationalen Dimension diskutiert.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 27.07.2006

Rezensent Jörg Später rümpft die Nase über diesen Sammelband: die Disziplin "transnationale Geschichte" befinde sich wohl noch "im Stadium ihrer Publicrelation". So ganz ernst nehmen kann er die versammelten Text offensichtlich nicht. Schon das Fach selbst samt seiner "schicken Begriffe" verursacht Stirnrunzeln und lässt mehr Fragen offen, als beantwortet werden können. Zum Beispiel was Transnationale Geschichtsschreibung eigentlich ist. Die Texte scheinen hierüber auch keinen befriedigenden Aufschluss zu geben, die auf den Rezensenten eher wie gesampelt als gezielt zusammengestellt wirken. Die echten Offenbarungen dieser neuen Richtung der Geschichtsschreibung stehen aus Späters Sicht daher noch aus.

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