Semra Ertan

Mein Name ist Ausländer | Benim Adım Yabancı

Gedichte | Şiirler
Cover: Mein Name ist Ausländer | Benim Adım Yabancı
Edition Assemblage, Münster 2020
ISBN 9783960420958
Kartoniert, 240 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

In ihren Gedichten schildert Semra Ertan ihr Leben und ihre Erfahrungen in Deutschland. Bis heute steht sie für Generationen von Menschen, die immer noch unsichtbar sind und nicht gehört werden. Es geht um Leid, Wut sowie um Liebe, Hoffnung und Freundschaft, gesellschaftliche Gleichberechtigung, Mut zu Widerstand und ein menschlicheres Mit- und Füreinander.
Semra Ertan'ın Almanya'daki yaşamını ve deneyimlerini anlattığı şiirlere konu olan nesiller, o gün gibi bugün de halen görülmüyor, duyulmuyorlar. Ne var ki bu insanlar, yaşadıkları tüm acılara ve duydukları öfkeye rağmen, aşka, umuda, dostluğa ve toplumsal eşitliğe inanmayı, bunlar için cesurca direnmeyi ve dayanışmayı sürdürüyorlar.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 05.02.2021

Rezensent Tarik Kemper hält die Veröffentlichung einer Auswahl mit Gedichten von Semra Ertan für überfällig. Ertan, die 1982 als Protest gegen den Rassismus in Deutschland Selbstmord verübte, als Dichterin wahrzunehmen, ist für Kemper ein wichtiger Schritt. Der zweisprachige Band mit Gedichten, Fotos und Faksimiles der Handschriften gibt laut Kemper dazu Gelegenheit. Dass die Autorin keine Reime verwendet, aber "feinfühlig und klar" formuliert und ein eindeutig politisches Verständnis ihres Schreiben an den Tag legt, gefällt Kemper.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 09.01.2021

Rezensent Felix Stephan wünscht Semra Ertans Gedichten aufmerksame Leser. Zu entdecken ist die Geschichte einer 1971 als Arbeitsmigrantin nach Deutschland gekommenen türkischen Frau, die die Aussichtslosigkeit und die Ausländerfeindlichkeit 1982 schließlich in den Selbstmord treiben, erzählt er. Auch wenn die Texte nicht unbedingt von großem Formbewusstsein geprägt sind, ihr "Wahrheitsanspruch" scheint Stephan doch kraftvoll, etwa wenn sie den Leser zu Behörden mitnehmen oder von Geldnot berichten. Tragisch schiene dem Rezensenten, sollte die "posthumane Ikonisierung" der Autorin eine erneute Entmündigung beinhalten. Aber lesen soll man das schon, findet er.
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