Aus dem Englischen übersetzt von Hainer Kober. Die erste populärwissenschaftliche Abhandlung über das Gehen - eine der alltäglichsten und zugleich zufriedenstellendsten Tätigkeiten, von der unsere Gesundheit, unsere Resilienz, unsere Kreativität und unsere Stimmung erheblich profitieren. Kaum etwas bringt uns so schnell auf andere Gedanken und befördert das eigene Wohlbefinden so problemlos wie ein Spaziergang. Der renommierte Neurowissenschaftler Shane O'Mara ist selbst leidenschaftlicher Spaziergänger und zeigt anschaulich und unterhaltsam, warum der aufrechte Gang entscheidend für unsere Evolution war, was sich, während wir laufen oder wandern, in unserem Gehirn und Nervensystem abspielt und wie wichtig Gehen für den sozialen Zusammenhalt ist.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.06.2020
Knapp und mit gemischten Gefühlen bespricht Andreas Mayer dieses Buch des irischen Neurowissenschaftlers Shane O'Mara. Dass der Autor auf die Erforschung des menschlichen Gangs nicht eingeht, geht für den Kritiker zwar in Ordnung: Interessiert liest er stattdessen O'Maras "verständlich" geschriebene Darstellung der Biomechanik des Gehens. Wenn ihm der Autor dann allerdings eine Evolutionstheorie des Gehens - als "Impfung" gegen Depressionen und Persönlichkeitsstörungen präsentiert und dem Leser eine gewisse Schrittzahl am Tag ans Herz legt, gerät es Meyer doch zu missionarisch.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 25.03.2020
Rezensent Michael Lange bekommt Lust beim Denken zu gehen und umgekehrt mit Shane O'Maras Buch. Die vielen teils persönlichen, teils aus Wissenschaft und Geistesgeschichte von der Antike bis zur Neuzeit stammenden Beispiele und Argumente fürs Gehen durch Stadt und Land, die der Band versammelt, sowie O'Maras Gedanken zum Zusammenhang zwischen Gehen und Denken regen den Rezensenten auf vielseitige Weise an. Dass die Gedanken erst beim Gehen wirklich frei sind, wie der Autor nahelegt - Lange glaubt es gerne.
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