Aus dem Englischen von Matthias Müller. Das koloniale Ceylon der zwanziger Jahre: Hier wachsen Annalukshmi und ihre beiden Schwestern wohlbehütet und dennoch hin- und hergerissen zwischen alten Traditionen und europäischen Werten auf. Annalukshmi muss sich entscheiden: Soll sie ihrer Familie nachgeben und einen Mann heiraten, den sie nicht liebt, und ein Leben an seiner Seite führen, das sie nicht will, oder kann sie in die Fußstapfen Miss Lawtons treten, ihrer fortschrittlichen und unverheirateten Lehrerin, deren Unabhängigkeit für Annalukshmi ein Vorbild ist?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 26.07.2001
Ein tamilischer Autor, erklärt uns Alexander Kissler, lässt seine vielköpfige Verwandtschaft antreten, der eines gemeinsam ist: Schwindelgefühle. Aha. Eine "Familiensaga aus Zimt und Seide". Oho. Und ein Hang zu absoluten Metaphern bzw. zur "flachen Suggestion von Poesie", wie es der Rezensent etwas weniger rücksichtsvoll ausdrückt. Am Schluss dann ein noch deutlicheres Zeichen der Abneigung: Ein Roman als "Reprise eines Debüts", "für das Sentiment eines westlichen Publikums geschrieben" und mit Figuren, die allesamt wie "Klone eines sprachlosen Romanciers" wirken. Das sitzt.
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