"Nacht", "Tag" und "Zwielicht" sind die drei Vorlesungen überschrieben, die Silke Scheuermann als Gastdozentin der renommierten "Frankfurter Poetikvorlesungen" im Wintersemester 2017/18 hält und die sich wie Erzählungen lesen lassen. Sie berichtet darin von ihrem Arbeitsalltag und ihrer Lektüre, erzählt, was die Nacht mit Poesie und der Tag mit Prosa zu tun hat, flicht Erinnerungen an die Anfänge des Schreibens und Begegnungen mit bewunderten Dichter(innen) ein und schildert die Schwierigkeiten und Glücksmomente beim Verfassen des zuletzt erschienenen Romans.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 03.07.2018
Rezensent Nicolas Freund freut sich, dass Silke Scheuermanns im Wintersemester 2017/2018 gehaltene Frankfurter Poetikvorlesungen nun auch in Buchform vorliegen. Wie und warum die Lyrik der Autorin vom Sternenhimmel beeinflusst ist, erfährt der Kritiker hier ebenso, wie er nachliest, dass Scheuermanns Gedichte der Nacht, ihrem Romane indes dem Tag gehören. Und wie die Autorin in "netten" Anekdoten von ihrem Hund oder nächtlichen Tankstellenbesuchen poetische Verfahren erläutert, ist für Freund nicht nur reines "Understatement", sondern vor allem höchst beeindruckend.
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…