Felicitas Hoppe schreibt in ihren "Sieben Schätzen" über die Welt der Wünsche, die das Erzählen ist. Sie erzählt von glücklichen Kindheiten und Zwergen mit großen Ohren, spricht über Literatur und Religion, ehrliche Erfindung und Autobiographie, über Zauberworte, Abenteuer und Ungeheuer, den literarischen Markt und das Schweigen, das im Märchen und im Leben ein Gewinn ist und eine Prüfung. Die Augsburger Vorlesungen sind ein großer Essay über Sätze, die Schätze sind, und über die Geheimnisse des Erzählens, über die Unzuverlässigkeit der Erinnerung und die Kraft des Wortes, über die Sprache als Verständigung, als mögliche Berührung in der Dunkelheit.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.02.2009
Ein literarischer Voyeur ist Oliver Jungen nicht. Darum bereiten ihm Felicitas Hoppes "Augsburger Vorlesungen" auch so viel Freude. Wie die Autorin der Verlockung der auratischen Selbstfeier auf dem Katheder widersteht, indem sie auf so gewichtige Fragen wie die nach der Fremdheit oder dem Begehren in der Literatur "mit fremden Stimmen" antwortet, hat ihn für die Autorin eingenommen. Die Ungreifbarkeit ist es Jungen wert, von Hoppe zwar mit klugen Reflexionen, doch ohne endgültige Festlegungen unterhalten zu werden.
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