Aus dem Norwegischen von Dagmar Mißfeldt. Die 11-jährige Kine hat es nicht leicht. Sie muss morgens früh aufstehen, fettarme Milch trinken, zur Schule gehen und dort unnütze Dinge lernen, am Schwimmunterricht teilnehmen und im Weihnachtschor mitsingen. Sie ist gezwungen, den Regeln anderer Leute zu folgen, in einer schrecklichen Stadt, in einer schrecklichen Welt. Doch nach dem schlimmsten Schultag aller Zeiten findet Kine eine magische Kugel, die so riesig wird, dass sie schließlich sogar hineinpasst. Die Kugel ist ihr Schlüssel zur Freiheit, von der sie so lange geträumt hat. Endlich kann Kine der nervigen Welt für alle Zeit entkommen - aber ist es wirklich das, was sie will?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.05.2021
Rezensent Steffen Gnam kann die "Überdosis" Moral wegstecken beim Lesen von Siri Pettersens Jugend-Öko-Roman um eine renitente Zwölfjährige, die mittels einer magischen Glaskugel dem Alltag entflieht, auf Initiationsreise geht und allerhand über Verteilungsgerechtigkeit und die Leistungsgesellschaft erfährt, um schließlich mit dem Wunsch zu enden, gesellschaftlich engagiert zu leben. Der "magische Realismus" der Geschichte fesselt Gnam durchaus.
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