Aus dem Norwegischen von Dagmar Mißfeldt. Die 11-jährige Kine hat es nicht leicht. Sie muss morgens früh aufstehen, fettarme Milch trinken, zur Schule gehen und dort unnütze Dinge lernen, am Schwimmunterricht teilnehmen und im Weihnachtschor mitsingen. Sie ist gezwungen, den Regeln anderer Leute zu folgen, in einer schrecklichen Stadt, in einer schrecklichen Welt. Doch nach dem schlimmsten Schultag aller Zeiten findet Kine eine magische Kugel, die so riesig wird, dass sie schließlich sogar hineinpasst. Die Kugel ist ihr Schlüssel zur Freiheit, von der sie so lange geträumt hat. Endlich kann Kine der nervigen Welt für alle Zeit entkommen - aber ist es wirklich das, was sie will?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.05.2021
Rezensent Steffen Gnam kann die "Überdosis" Moral wegstecken beim Lesen von Siri Pettersens Jugend-Öko-Roman um eine renitente Zwölfjährige, die mittels einer magischen Glaskugel dem Alltag entflieht, auf Initiationsreise geht und allerhand über Verteilungsgerechtigkeit und die Leistungsgesellschaft erfährt, um schließlich mit dem Wunsch zu enden, gesellschaftlich engagiert zu leben. Der "magische Realismus" der Geschichte fesselt Gnam durchaus.
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…