Der Autor scheint auf Milosevic-Biografien abonniert zu sein: es ist seine nunmehr vierte des unfreiwillig geschiedenen jugoslawischen Machthabers, berichtet Heiko Hänsel. Für den Rezensenten kommt die Übersetzung dieser letzten Biografie etwas zu spät: seiner Meinung nach wäre ein analytischer Essay über die Ära Milosevic zum jetzigen und eher faktengesättigten Zeitpunkt der Diskussion angebrachter und fruchtbarer gewesen. Außerdem sei der Stil des Autors, von Haus aus Journalist, zu dicht am Boulevardjournalismus orientiert. Der Autor löse sich selten von seinen Quellen sprich Informanten, der Schreibfluss sei daher eher stockend und wenig souverän. Ob Milosevic nur eine Variante des serbischen Nationalismus darstellt oder diesen für seine Interessen instrumentalisiert hat - darauf vermag auch Djukic laut Hänsel keine endgültige Antwort zu geben. Damit steht der Autor allerdings nicht allein, so Hänsel. Diese Frage beschäftige zur Zeit sämtliche jugoslawischen Intellektuellen.
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