Aus dem Englischen von Sky Nonhoff. Was passiert hinter den Fronten des Dschhad? Wie ticken Warlords und jugendliche Attentäter? Spannend wie in einem Krimi berichtet Souad Mekhennet von ihren teils lebensgefährlichen Recherchen in den No-go-Areas des Terrors, allein, ohne Handy, bekleidet mit einer schwarzen Abaya. Die Journalistin Souad Mekhennet deckte die Entführung und Folterung des Deutsch-Libanesen Khaled al-Masri durch die CIA auf, interviewte den Führer von al-Qaida im Maghreb, obwohl ihr die Geheimdienste auf den Fersen waren, lernte ein ägyptisches Foltergefängnis unfreiwillig von innen kennen, enttarnte den berüchtigten IS-Henker "Jihadi John" und wusste nach den Pariser Anschlägen schon vor der Polizei, wer der in Saint Denis erschossene Attentäter war.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.09.2017
Rezensent Christian Meier bewundert den Witz, die Schlagfertigkeit und vor allem den Mut der in Deutschland aufgewachsenen Journalistin Souad Mekhennet, die für ihre Reportagen die wichtigsten Entwicklungsstationen des militanten Islamismus im Nahen Osten begleitet hat. Entsprechend gebannt liest der Kritiker dieses zwischen Autobiografie und Reportagereise mäandernde, temporeich und plastisch geschriebene Buch, in dem ihm die Autorin nicht nur ins "schwarze Herz des Dschihadismus" führt, von den Konflikten zwischen Sunniten und Schiiten berichtet und die westliche Nahost-Politik reflektiert, sondern auch von ihrer Herkunft, Familiengeschichte und den erlebten Diskriminierungserfahrungen erzählt. Fasziniert begleitet Meier die Autorin etwa zu Recherchen nach Pakistan oder Jordanien, liest mit angehaltenem Atem von den Begegnungen mit Kämpfern und Ideologen und staunt, wie geschickt Mekhennet manch einen Dschihadisten auch in brenzligen Situationen um den Finger wickelt.
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