Aus dem Tschechischen von Peter Heumos und Gitta Grossmann.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.07.2007
Ein Gefühl der Beklemmung hat die Lektüre von Stanislav Zamecniks Geschichte des Konzentrationslagers Dachau bei Hans-Jürgen Döscher hinterlassen. Er würdigt das Buch als das historiografische Lebenswerk des Historikers, der selbst von 1941 bis 1945 in Dachau inhaftiert war und Zwangsarbeit leisten musste. Das Werk zeichnet sich für Döscher durch seine Verbindung von persönlichen Erfahrungen und minuziöser Quellenauswertung aus. Auch die Gliederung der Darstellung hat ihn überzeugt: Zunächst widme sich Zamecnik der Ausschaltung der politischen Gegner und den Kriegsvorbereitungen, schildere dann den zunehmenden Terror gegen die verschiedenen Häftlingsgruppen seit Kriegsbeginn, und behandle schließlich die Zwangsarbeit in der Kriegsproduktion sowie Widerstand und Solidarität der Häftlinge zwischen 1942 und 1945. Döschers Resümee: ein Werk von "größtmöglicher Authentizität und Dichte".
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