5 CDs, 395 Minuten Laufzeit. Ungekürzte Lesung mit Doris Wolters. Aus dem Französischen von Eugen Helmlé. Paris, Frühling 1945. Eine junge Autorin, die als Marguerite Duras weltberühmt werden wird, wartet auf ihren Mann. Robert L. wurde als Mitglied der Résistance in ein deutsches Konzentrationslager verschleppt. Als er, den sie so sehnsüchtig herbeiwünscht, endlich eintrifft, ist er ihr nah und fremd zugleich. Die Liebe scheint verschwunden. Und der Schmerz bleibt. Mit großer Klarheit beschreibt Duras das Martyrium des Wartens und Hoffens. In ihren Aufzeichnungen, die sie erst 1985 veröffentlichte, entsteht das Portrait einer Generation, die lernen muss, mit den Verbrechen der Naziherrschaft zu leben.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.03.2019
Rezensent Wolfgang Schneider lauscht gebannt der Vertonung dieses autobiografischen Werks von Marguerite Duras. Doris Wolters trifft den unpathetischen Ton des Textes laut Schneider genau richtig. Vermittelt wird für den Rezensenten nicht nur die Atmosphäre des Kriegsendes, sondern auch, wie die Autorin die Wiederbegegnung mit dem totgeglaubten Gatten Robert Antelme erlebt. Die Schonungslosigkeit, mit der Duras den im KZ geschundenen Körper Antelmes beschreibt, verschlägt Schneider den Atem. Gerade in dieser Rücksichtslosigkeit aber besteht für ihn die Qualität des Buches, weil sie eine Zeit angemessen erfasst, in der sich die Vorstellung des Menschseins eindunkelt.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 14.03.2019
Ungebrochen dringlich erscheint Rezensent Alexander Cammann Marguerite Duras' 1985 erschienener Text "Der Schmerz", der nun, eingelesen von Doris Wolters, auch als deutsches Hörbuch vorliegt. Wie Wolters den Text, in dem Duras von der Trennung von ihrem gerade aus dem KZ zurückgekehrten Mann erzählt und dabei die Grenzen menschlicher Empfindungen auslotet, eindringlich, "leise bebend" liest, findet der Kritiker bemerkenswert. Dass auf dem Hörbuch weitere Duras-Texte zu finden sind, freut den Rezensenten.
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