Aus dem Amerikanischen von Klaus Binder. Der amerikanische Literaturwissenschaftler Stanley Fish gilt wegen seines antifundamentalistischen Pragmatismus als "enfant terrible" der akademischen Welt. Zugleich ist er aber ein bedeutender Essayist in bester angelsächsischer Tradition, der in Deutschland noch zu entdecken ist. Der Band versammelt eine Auswahl seiner Essays, die von den frühen Arbeiten zur Literaturtheorie und Sprachphilosophie bis zu den späteren über das Recht, die Rechtsinterpretation und den Rechtspositivismus reicht. Fish provoziert. Sein Werk ist kein Plädoyer für eine bestimmte rechtliche Ordnung und auch keines für eine Befreiung von dieser, sondern die Beschreibung einer Welt, in der Rhetorik, Verschleierung und Improvisation vorherrschen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.02.2012
Dieses Buch hat ihn weder weiter- noch durcheinandergebracht, schreibt der ehemalige Bundesverfassungsrichter Winfried Hassemer zu Beginn seiner Kritik, um dann - nach dieser Eingangsbemerkung im Grunde unverständlicherweise - zu raumgreifenden und reichlich gockelhaften Erwägungen zu Fishs Buch anzusetzen. Insgesamt scheint es um das Paradox zu gehen, dass es eigentlich keine Theorie der Rechtspragmatik geben kann, da Pragmatik gerade der Verzicht auf Theorie ist. Bleiben Chaos und Rhetorik, ein Eindruck von Justiz, den jeder Laie wohl teilen wird. Hassemer, so scheint es, will es aber dabei nicht bewenden lassen und versucht in seinem Text eine weitere Volte der Erkenntnis hinzuzufügen, dem es dazu allerdings an Anmut fehlt.
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