Die Bedeutung von Wittgensteins Philosophie für unser Verständnis von Literatur rückt vermehrt in den Mittelpunkt der Diskussion - und das, obwohl sich Wittgenstein selbst kaum über Literatur geäußert hat. Die Beiträge dieses Bandes, unter anderem von Stanley Cavell, Cora Diamond, Gerry L. Hagberg und Marjorie Perloff, erkunden die Implikationen von Wittgensteins Werk für Fragen der Literaturtheorie beziehungsweise der Philosophie der Literatur und fragen nach der philosophischen Bedeutung der literarischen Form von Wittgensteins Texten. Sie reflektieren unsere Praxis des Lesens und der Interpretation und stellen Bezüge zur Romantik, zur Moderne und zum Dekonstruktivismus her. Entstanden sind überraschende Ansätze etwa zur Natur der poetischen Sprache, zur Logik und Semantik des fiktionalen Diskurses, zur Frage nach dem kognitiven Gehalt von literarischen Texten sowie zur Relevanz der Literatur für Ethik, Sprachphilosophie und Erkenntnistheorie.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.07.2006
Helmut Mayer stellt zwei Publikationen zu Ludwig Wittgenstein vor. Im Sammelband "Wittgenstein und die Literatur" geht es nicht, wie man denken könnte, um den Einfluss, den der Philosoph auf die Literaten seiner Zeit hatte, sondern um dessen Philosophie in Hinblick und in direkter Anwendung auf die Literaturtheorie, erklärt der Rezensent. Zwar vermutet er, dass so manche darin behandelte Frage, beispielsweise nach der Übersetzbarkeit der Wirklichkeit in Literatur, einfacher beizukommen ist als den bekanntermaßen schwierigen Texten von Wittgenstein. Dennoch lobt er die Beiträge als anregend und interessant, wobei er besonders Stanley Cavells Beitrag über Wittgensteins Vorliebe für Aphorismen als sehr erhellend preist.
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