Mit 43 Schwarzweiß-Abbildungen und 22 Farbabbildungen. Die Eröffnung der ersten großstädtischen Untergrundbahnen um 1900 markiert zugleich den Aufstieg eines zentralen Subjekttypus der Moderne: des urbanen Passagiers. Anhand der New Yorker Subway, des größten städtischen Transitsystems des 20. Jahrhunderts, analysiert Stefan Höhne die historischen Dynamiken der Wissensformen, Steuerungstechniken und Erfahrungswelten ihrer Passagiere. Er zeigt, dass sich in den Wechselwirkungen zwischen Mensch und Maschine zentrale Kulturtechniken der Moderne herausbilden, die sowohl auf Zumutungen und Strapazen der industriellen Massenkultur reagieren wie auch neue Erfahrungswelten und Freiheiten bereithalten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.07.2017
Michael Mönninger folgt dem Kulturwissenschaftler Stefan Höhne in die New Yorker Subway, genauer in ihre Geschichte, die Höhne mit biologischer Metaphorik erfasst. Passt gut, findet Mönninger, geht es dem Autor doch nicht um Technikgeschichte, sondern um die Menschen und ihre sozialen, psychologischen und kommunikativen Aspekte. Schade nur, meint der Rezensent, dass der Autor begrifflich so auf die Pauke haut und von "infrastrukturierter Subjektivität" und dergleichen faselt. Viel besser gefällt Mönninger, wenn Höhne das Archiv der New Yorker U-Bahnbehörde plündert und die wechselvolle Beziehung der New Yorker zu ihrer Sub anhand von Beschwerdebriefen rekonstruiert.
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