Die große Geschichte der menschlichen Zivilisation, erzählt von 64 Objekten. Mit zahlreichen vierfarbigen AbbildungenWer einen Menschen verstehen will, muss die Dinge verstehen, die ihm wichtig sind: Alltagsgegenstände, Kunstwerke und religiöse Objekte. In den Berliner Museen findet sich eine unüberschaubare Menge davon aus allen Zeiten und allen Gegenden der Erde. Stefan Laube hat 64 von ihnen ausgewählt, um die Geschichte der menschlichen Zivilisation zu erzählen. Die beginnt mit den vier Elementen - einem Faustkeil, einem Brunnen, einer Feuermaske, einer Windharfe - und führt hin bis zur Kunst des Speicherns, sei es auf Lehm oder Festplatten. Zu jedem Thema stellt Laube vier Objekte einander gegenüber: ein Spiel, das dazu verführt, immer weiterzulesen und immer neue Entdeckungen zu machen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.02.2021
Alex Knaak gefällt, dass Stefan Laube in seiner Dinggeschichte aus den Archiven der Staatlichen Berliner Museen auf die koloniale Provenienz mancher Artefakte hinweist. Darin unterscheidet sein Ansatz sich von dem Neil MacGregors, zu dem Knaak Laubes Darstellung auch in weiteren Punkten in Beziehung setzt. Die augenöffnende Konfrontation von Objekten aus verschiedenen Zeiten und von verschiedenen Orten (Faustkeil, Federschmuck, Goldhut vs. Dürer-Bild, Solarleuchte und Chanel-Kleid) zur Veranschaulichung des "Allgemeinmenschlichen" funktioniert laut Knaak jedenfalls überzeugend.
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