"Das Gespenst ging über die Quintana de los muertos hinter der Kathedrale von Santiago de Compostela. Wie passend. Wo sonst sollte ich dem Geiste Mark Haussmanns begegnen, dem ehemaligen Zürcher Hanfkönig, der vor Jahren gewaltsam ums Leben gekommen war."
Als "grundgelassenes Stück Genreliteratur" beschreibt Rezensentin Katharina Granzin diesen Krimi, der ihren Informationen zufolge im Milieu von Zürichs ehemaliger linksalternativer Szene spielt. Das Schöne an dieser Geschichte über einen Serienmörder, der Protagonist für Protagonist der einstigen Szene meuchelt, ist aus ihrer Sicht der ebenso "klarsichtige wie ernüchterte Blick" des Insiders, samt seiner kriminalistisch angelegten "Szenebeschau". Was den Plot allerdings angeht, sei sie nicht gerade vor Spannung umgekommen, gibt die Rezensentin zu Protokoll. Auch die für ihr Ohr doch recht gestelzten Dialoge wirkten mitunter lesevergnügensmindernd auf sie.
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