Aus dem Französischen von Michael von Killisch-Horn. Ein Mann stiehlt über Jahre hinweg Kunstwerke - von der alten Pistole bis hin zu einem Bild von Lucas Cranach. Niemals beschädigt er ein Werk, niemals bietet er ein Stück zum Verkauf an. Der sammelnde Kunstdieb Stephane Breitwieser entwickelt sich außerdem zum Kunstexperten. Erst eine Reihe von Zufällen führt schließlich zu seiner Verhaftung. In seinen im Gefängnis begonnenen »Bekenntnissen« legt er seine Motive offen, erzählt vom fehlenden Schutz für viele Kunstwerke, vom Nervenkitzel des Diebstahls.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.10.2007
Erst scheint es, als sei Melanie Mühl fasziniert von der Geschichte des Kunstdiebes Stephane Breitwieser. Über die "Leichtigkeit" seiner Raubzüge staunt sie nur. Dann aber wird Mühl klar, dass Breitwiesers Stolz über die eigenen Taten noch immer seine Reue überwiegt und die Erkenntnis, ein Verbrecher zu sein, den Mann nie erreicht hat. Unsympathisch findet Mühl dies und spürt die Arroganz und Selbstverliebtheit des Meisterdiebes noch in dem Ton, mit dem er seine Erinnerungen verfasst hat.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als…