Bücher gehörten zu den künstlerisch wertvollsten und schönsten Werken des Mittelalters. Wissenschaftlich interessant ist der stetige Wandel, dem ihre Herstellung und Funktion im Laufe vieler Jahrhunderte unterworfen waren: die Ausgestaltung der Codices, die Arbeitsbedingungen, das Berufsbild und Rollenverständnis der Buchhersteller, deren Arbeitsort und die Bedürfnisse der Leser. Stephanie Hauschild gibt einen umfassenden Einblick in die Praxis der Buchherstellung, beginnend bei spätantiken Codices bis hin zur Gutenberg-Bibel. Sie erläutert Vorbereitung und Verwendung der Materialien und Werkzeuge sowie die Tätigkeit der Schreiber und Illuminatoren. Außerdem klärt sie auf, wer die Auftraggeber und Stifter der oft unbezahlbaren Bücher waren und unterscheidet zwischen der Buchherstellung im Kloster und in weltlichen Werkstätten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.11.2013
Wo sind die Fußnoten, wo die wichtigen Handbücher und Standardwerke im Literaturverzeichnis? Ursula Rautenberg ist schockiert, dass die Wissenschaftliche Buchgesellschaft ein derart mangelhaftes Buch publiziert. Die Zielgruppe der Wissenschaftler und Studierenden verfehlt man so, schimpft sie. Was die Kunsthistorikerin Stephanie Hauschild hier abliefert, ist für Rautenberg nicht mehr als eine bunte Sammlung von populären Buchbeispielen der mittelalterlichen Buchdruckkunst, garniert mit sporadischem, unsystematischem Wissen über Buchherstellung und Werkstätten, Schreiber und Auftraggeber. Das mittelalterliche Buch als Mittel gesellschaftlicher Kommunikation, ebenso die massenhaft kopierte Gebrauchshandschrift und die Rolle des Papiers (neben dem Pergament) in diesem Kontext - über diese Dinge erfährt die Rezensentin im Buch leider wenig bis nichts.
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