Aus dem Englischen von Armin Gonterman. Gerry Fegan hat wegen zwölf Morden im Gefängnis gesessen. Als er wieder herauskommt, hat die Welt sich verändert. In Nordirland ist der Frieden verkündet worden. Seine einstigen Weggefährten von der IRA haben sich mit der neuen Zeit arrangiert. Nur Gerry Fegan gelingt das nicht. Die Geister seiner zwölf Opfer verfolgen ihn unschuldige Männer, Frauen und Kinder. Und sie erteilen ihm Befehle. Wenn wir verschwinden sollen, musst du die töten, die dir den Befehl zum Töten gegeben haben. Sein erstes Opfer ist Michel McKenna, ein alter Freund, der nun Politiker geworden ist. In Belfast bricht Unruhe aus. Wer könnte einen verdienten IRA-Mann getötet haben? Sind gewisse Kräfte dabei, die alten Konflikte wieder aufleben zu lassen?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 08.03.2011
Rezensentin Sylvia Staude zeigt sich in ihrer knappen Kritik von Stuart Nevilles Thriller "Die Schatten von Belfast", in der ein ehemaliger IRA-Killer von den Geistern Ermordeter auf einen Rachefeldzug gegen seine Auftraggeber geschickt wird, recht fasziniert. Sehr überzeugend findet sie hier historisch-politische Realität mit dem Übersinnlichen verknüpft. Schade nur, dass der irische Autor im Verlauf immer mehr auf Action und Brutalität setzt, denn das nimmt dem Roman einiges an Tiefe und wäre auch gar nicht nötig gewesen, moniert die Rezensentin.
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