Unter Mitarbeit von Andreas Durst, Ursula Heinzelmann, Chandra Kurt. Die Weinwelt von der Mosel bis nach Südtirol, von der Saale bis ins Elsass und die Wachau befindet sich in einem atemberaubenden Wandel. Traditionsbewusstsein begleitet von Weltoffenheit und Innovationsfreude führt zu einem nie dagewesenen Geschmacksreichtum und bislang unbekannter Ausdrucksstärke der Weine. Was wahre Winzerleidenschaft dabei grenzübergreifend verbindet, ist das vorbehaltlose Bekenntnis zur Reinheit und Authentizität des Weins. Denn echter Wein schmeckt nicht nur gut, sondern erzählt von einer Landschaft, in der er wächst, vom Wetter, dem er ausgesetzt ist, von den Eigenschaften der Reben und natürlich von den Menschen, die in pflegten und begleiteten.
Ein wahrhaft "opulentes Werk" erblickt Rezensent Till Ehrlich in diesem umfangreichen Weinbuch "Wein spricht deutsch", das der englische Weinjournalist Stuart Pigott zusammen mit einer Reihe von Fachautoren vorgelegt hat. Gleichwohl hat er eine ganze Reihe von kritischen Einwänden. Er schätzt Pigotts Einleitung, die den Leser in seinen Augen sehr versiert an das komplexe Thema heranführt. Danach aber erschöpft sich das Buch zu seinem Bedauern weitgehend in Geschichten über "Winzer, Weine und Viten". Bei der Vorstellung "deutschsprachiger" Weingebiete beklagt Ehrlich den Mangel an neuen Ideen und kritisiert den Ansatz der Autoren, der zwischen "lehrmeisterlicher Historisierung" und "pathetischem Bericht" hin und her schwanke. Er hält ihnen außerdem vor, sich auf Sensationsberichte aus der Weinszene zu kaprizieren. Als "Standardwerk" kann er das Buch daher nicht durchgehen lassen, zumal ihm die dem Werk zugrunde liegende Annahme, es gebe so etwas wie eine deutschsprachige Weinkultur, in keiner Weise überzeugt. Trotzdem findet er immer wieder auch lobende Worte für das Buch. Vor allem die Kapitel von Stephan Reinhardt über das österreichische Weingebiet Carnuntum zeichnet sich in seinen Augen durch "scharfsinnige Stilistik" aus, die weinfachliche Kompetenz mit Ironie verbinde.
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