Acht starke Frauen porträtiert diese Künstlerinnen-Anthologie: die Bildhauerin Elisabet Ney, die Malerinnen Gabriela Münter und Leonora Carrington, die Dichterinnen Anna Achmatowa und Ingeborg Bachmann, die Komponistin Lili Boulanger, die Sängerin Edith Piaf und die Schauspielerin Melina Mercouri.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 09.12.1999
Nach Konrad Heidkamps Worten handelt es sich hierbei um eine durchaus lesenswerte Lektüre, auch wenn sich eine bestimmte Frage immer wieder stellt: "Wer kocht, wer kümmert sich um die Kinder, wer macht die Kunst?" Die Liebe scheint den Künstlerinnen das wichtigste Thema zu sein, wie Heidkamp am Ende der Lektüre feststellt. Und auch: Dass sie sich oft quälen, sich klein machen, ihre Begabung womöglich auf dem Beziehungsaltar opfern. Sehr lobenswert findet Heidkamp es allerdings, dass die Autorinnen die "Opfer-Täter-Muster" meist aufbrechen, "bis am Ende die Frauen (nur) als Künstler erscheinen". Darüber hinaus weiß er die in diesem Buch vorherrschende Mischung zwischen Zurückhaltung und Respekt durchaus zu schätzen: Denn so bleibe auch noch Raum für eigene Deutungen.
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