Mit 202 farbigen und 99 Schwarzweiß-Abbildungen. Herausgegeben von der Stiftung Righini-Fries Zürich. Dieses Buch porträtiert erstmals die Künstlerfamilie Righini-Fries, die das Schweizer Kulturleben während über 100 Jahren in einmaliger Weise geprägt hat, durch eigenes Kunstschaffen ebenso wie durch ihr kulturpolitisches Engagement: Sigismund Righini (1870-1937), ein Netzwerker mit imposanter Barttracht, der mit Hodler und Amiet wetteiferte und ein fulminantes Spätwerk hinterließ, gegen dessen kämpferische Forderungen zum Wohl der Künstler sich auch Bundesräte nicht verwehren konnten und der als charismatischer Kurator das Hängen als alchemistischen Akt zelebrierte; Willy Fries (1881-1965), sein Schwiegersohn, der in Hunderten lebhafter Gesellschaftsszenen - Boxkämpfe, Demonstrationszüge, Tanzabende - den Wandel Zürichs zur modernen Großstadt dokumentierte; und Hanny Fries (1918-2009), die als Intellektuelle das Zeitgeschehen mit Pinsel und Feder sublimierte und dabei mit Verve und Grandezza beeindruckte.
Mit zahlreichen Beiträgen, Quellenstudien, Text- und Bildessays sowie reich bebildert zeichnet diese Familienbiografie Denken, Schaffen und Wirken dieser zentralen Figuren der Kunstszene nach.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 26.10.2018
Rezensent Simon Baur freut sich über diesen lachsroten Leinenband, der ihm die Zürcher Künstlerfamilie Righini-Fries noch einmal näher bringt. Allein wie hier die unterschiedlichen Lebensläufe und Arbeiten des Malers und Kunstpolitikers Sigismund Righini, seines Schwiegersohnes Willy Fries und dessen Tochter Hanny Fries verknüpft werden, versetzt den Kritiker in Erstaunen. Er liest nicht nur instruktive Aufsätze namhafter Autoren über die drei Schweizer Künstler, die über ein Jahrhundert hinweg alle im selben Zürcher Atelierhaus wirkten, sondern blättert auch begeistert durch die unterschiedlichen hier abgebildeten Landschaften, Porträts und Stilleben der Künstler.
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