Wie viele Dinge sich im Laufe des Lebens und der Generationen ansammeln - das erste Kuscheltier, Liebes- und Abschiedsbriefe, Mamas Pelz, Papas Fotos aus dem Krieg, die Kollektion der Lippenstifte, ein alter Gartenhut, gilbe Dokumente, das gute Kristall. Bleibt alles übrig, wenn wir gehen. Vorbeugendes Aufräumen? Sich "sterbefein machen", wie die Bayern sagen? Schafft kaum einer und warum auch?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 15.10.2019
Anlass zu diesem Buch der Zeit-Autorin Susanne Mayer gegeben, war die Aufgabe der Villa ihrer Eltern, die sie ausräumen musste, erzählt Rezensentin Frauke Meyer-Gosau. Anhand der vielen Dinge im Haushalt, angesammelt und vergessen, hat die Autorin der Kritikerin zufolge festgestellt, wie wenig sie die Menschen, mit denen sie aufgewachsen ist, eigentlich kannte: Was genau hat der Vater eigentlich im Zweiten Weltkrieg getan? Und hat die Mutter den kleinen Brillantring vielleicht vom Finger einer verkohlten Leiche in den Trümmern eines Nachbarhauses gezogen? Anstatt aber zu einer Anklage zu werden, biete das Buch einen faszinierenden Überblick, woraus ein halbes Jahrhundert lang "das sogenannte gutbürgerliche Leben" bestand, erklärt die Kritikerin: Kittelschürze, Tschaikowsky und "Captain's-Diner-Kleider" inklusive.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…