Negative Campaigning in Deutschland gibt es nicht - oder etwa doch? Susanne Thelen untersucht die Wahlprogramme, Plakate, Twitter- und Facebook-Aktivitäten sowie TV-Duelle von CDU, SPD, AfD und Co im Bundestagswahlkampf 2017. Negative Campaigning ist die gezielte Verbreitung von wahren und unwahren Informationen über einen politischen Gegner mit der Strategie, dessen Schwächen in den Vordergrund zu rücken. Das Ziel ist, die fachliche und persönliche Eignung des Kontrahenten für ein politisches Amt anzuzweifeln. Dies bezieht sich auf einzelne Kandidaten genauso wie auf Parteien. Thelen vergleicht dabei nicht nur die Parteien miteinander, sondern beachtet auch das Negative Campaigning während des US-Präsidentschaftswahlkampfes 2016.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.04.2021
Rezensent Timo Steppat hat das Gefühl, dass die Politikwissenschaftlerin Susanne Thelen fleißig suchen muss, um in dem von ihr vor allem begutachteten Bundestagswahlkampf von 2017 überhaupt Angriffstaktiken zu finden, vergleichsweise zahm scheinen Steppat die Kampagnen von CDU und SPD. Bei Twitter aber wird Thelen schließlich fündig. Dort entdeckt sie Attacken Merkels gegen die die Aufrichtigkeit von Martin Schulz! Heißer erscheint Steppat der Wahlkampf von 1949. Da ging ideologisch die Post ab, erfährt er von Thelen.
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