Mit zahlreichen Farbabbildungen. Besucher islamischer Länder bewegen sich teilweise in modernen und weltoffenen Gesellschaften, treffen aber auch auf rigide Moralvorstellungen und für Fremde geschlossene Systeme. Erfolgreichen Geschäftsfrauen und Politikerinnen können in Ganzkörperschleier gehüllte Frauen gegenüberstehen, die ohne männliche Beschützer Haus und Hof nicht verlassen dürfen. Tolerante Religionsausübung befindet sich in einem Spannungsverhältnis mit fundamentalistischen Glaubensvorstellungen.
Dieser KulturSchock-Band beleuchtet, welche kulturellen und religiösen Werte viele der islamischen Gesellschaften kennzeichnen, beschreibt aktuelle Tendenzen des Islam in einer globalisierten Welt, eine Jugendkultur zwischen Tradition und Smartphone und setzt sich mit der Faszination extremistischer Bündnisse auseinander.
Mit zahlreichen Hintergrundinformationen zeigt die Autorin, wie ein verständnisvolles Miteinander sowohl in den bereisten Ländern als auch in Deutschland gelingen kann. Dabei hilft ein radikaler Perspektivenwechsel: KulturSchock Deutschland - Wie sehen uns Flüchtlinge aus islamischen Kulturen und wie kann man Missverständnisse und kulturelle Stolpersteine beseitigen?
Dazu: Verhaltenstipps A-Z mit vielen Hinweisen für angemessenes Verhalten, Verweise auf ergänzende und unterhaltsame Multimedia-Quellen im Internet, Literaturempfehlungen zur Vertiefung.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 27.12.2018
So viel Wissen über die islamische Welt in einem so handlichen Büchlein, staunt die Rezensentin Monika Maier-Albang angesichts Susanne Thiels Reise-Ratgeber "Kulturschock Islam". Wer auf Reisen ernsthaft etwas über fremde Kulturen lernen wolle und sich dafür den islamischen Raum ausgesucht habe, könne von diesem Buch einer Entwicklungshelferin nur profitieren, versichert die Rezensentin. Aber auch anderen kann der Ratgeber nach Maier-Albangs Meinung zu mehr Verständnis verhelfen, enthalte das Buch doch neben Beschreibungen des Alltags und der Traditionen in arabischen Ländern auch Informationen zum Leben von Muslimen in Deutschland. Abgesehen von der unprofessionellen Bebilderung und der Tatsache, dass sie sich ab und an eine weniger neutrale Zustandsbeschreibung gewünscht hätte, etwa wenn es um die Situation der Frau in arabischen Ländern geht, hält Maier-Albang den Ratgeber für durchaus lehrreich.
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