Aus dem Amerikanischen von Anette Grube. Das Nachbarskind wird ermordet, der Vater läuft mit einer anderen Frau weg: Von diesem Tag an ist für die zehnjährige Marsha nichts mehr, wie es war. Als erwachsene Frau erinnert sie sich an die schrecklichen Ereignisse von 1972 - vor allem an die böse Tat, die sie selbst begangen hat. Nur dem verstorbenen Vater kann sie die entscheidende Frage nicht mehr stellen - warum er sie verlassen hat.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.02.2002
Renate Schostack reißt dieses Romandebüt nicht vom Hocker. Sie kann sich den ersten Verlagsreaktionen, die das Manuskript wegen "zu wenig action" zurückgeschickt haben, nur anschließen. In der Geschichte um einen Mord in einer amerikanischen Kleinstadt, den ein halbwüchsiges Mädchen aufzuklären versucht und dabei selbst an der Auflösung der eigenen Familie leidet, werde "viel versprochen", besonders in der "glänzenden Exposition" und am Ende wenig eingelöst, so die Rezensentin enttäuscht. Die Erzählperspektive ist ihr zu "altklug" und gewisse Äußerungen nimmt sie der jungen Protagonisten einfach nicht ab, wie beispielsweise Bemerkungen über die Zeichenhaftigkeit der Welt. Zudem findet die Rezensentin den historischen Hintergrund des Romans, der in den 70er Jahren spielt, zu "aufgesetzt" und die Geschichte insgesamt zu spannungslos, manchmal sogar "banal".
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