Was 1921 als Dinnerclub in London begann, ist heute die einzige internationale Schriftstellervereinigung. Der vorliegende Band liefert eine Institutionsgeschichte des westdeutschen Clubs, von der Teilung des gesamtdeutschen Zentrums 1951 bis zur Vereinigung der deutschen Teilstaaten 1990. Die literatursoziologische Studie zeichnet auf der Grundlage von Gesprächen und Archivalien die Entwicklung vom elitären "Wohnzimmerverein" der 50er zum repräsentativen Club der 80er Jahre. PEN wird in seinen Verwicklungen in die Zeitgeschichte, in seinem Selbstbild und seinen Selbsttäuschungen gezeigt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.08.2005
Die Darstellung der Geschichte des bundesdeutschen PEN-Zentrums von Sven Hanuschek ringt Thomas Meissner wegen seiner "Gründlichkeit und Akribie" zwar Bewunderung ab, letztlich überzeugt sie ihn aber nicht. So habe Hanuschek zwar mit unermüdlicher Sorgfalt die Quellen ausgewertet, sein "überreiches Material" aber leider nicht zu einer "kompakten Studie" ausgewertet, bedauert der Rezensent. Ihm fehlt in der detaillierten Beschreibung der historischen Entwicklung des PEN die große Linie, die das Ganze zusammenhält. Und so findet Meissner beispielsweise die "minutiöse Schilderung jedes Jahrestreffens" auf Dauer ziemlich "ermüdend" und hätte sich statt vielem "Banalen oder schlichtweg Irrelevanten" Hinweise auf "größere Zusammenhänge" gewünscht. Das Buch biete sich mit seinen vielen Fakten zwar als durchaus "nützliches Nachschlagewerk" an, sei aber keineswegs "gut lesbar", moniert der Rezensent, der in der Darstellung der Kontroversen zwischen dem bundesdeutschen und dem PEN der DDR immer noch die "interessantesten Aspekte" des Bandes entdeckt hat.
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