Syd Field lehrt seit vielen Jahren die Kunst des Drehbuchschreibens in den USA und in Europa. In seinem neuen Buch analysiert Field vier Blockbuster der letzten Jahre - "Thelma und Louise", "Terminator 2", "Der mit dem Wolf tanzt" und "Das Schweigen der Lämmer" - und zeigt an konkreten Beispielen auf, was ihren Erfolg ausmacht. Professionelles Handwerk, Tricks aber auch Fehler lassen sich so nachvollziehen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.07.2001
Für Lars-Olav Beier kommt das Buch eindeutig zu spät. Dass der Europa Verlag es sieben Jahre nach der amerikanischen Erstveröffentlichung und ohne Aktualisierungen herausbringt, scheint ihm unverzeihlich. Richtig genervt hat Beier zudem der apodiktische Ton des Ganzen, ein Autor, der mitunter derart fundamental wird, "dass er bei Banalitäten ankommt" (von wegen ein Film muss 90 Minuten dauern, Figuren brauchen Konflikte o.ä.). Der Rezensent denkt schon mit Grauen an Heerscharen dramaturgischer Berater, die solche Weisheiten nachplappern. Und hält sich lieber an ein anderes Gesetz: Regeln, meint er, sind dazu da, gebrochen zu werden.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.06.2001
Tobias Kniebe sagt erst mal nicht viel, sondern zappt sich durch einige der - gottlob - nicht realisierten und in diesem Band aufgezeichneten Sequenzen großer Filmklassiker der Neunziger, wie sie dereinst im Skript gestanden haben. Dann lobt er den inspirierten Ton des Ganzen (ganz anders als in den kategorischen Lehrbüchern des Autors). Dann gibt er einen Warnschuss ab für alle, "die das Buch mit Do-it-yourself-Ambitionen lesen": Wie Drehbücher funktionieren und wie man damit reich wird, erfährt man hier nämlich nicht. Und dann ist die Besprechung auch schon zu Ende.
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