Ein neues Tortenbuch des niederländischen Altmeisters Thé Tjong-Khing. Wieder braucht er dafür keine Worte, wieder geht es um einen Raub und wieder heißt's: Genau hinschauen, vor- und zurückblättern und kombinieren!
Rezensent Thomas Linden liebt sie einfach, die Comics des inzwischen 90-jährigen niederländischen Illustrators Thé Tjong-Khing. Entsprechend hymnisch bespricht der Kritiker den neusten Band, der ihm die Geschichte eines Picknicks erzählt, das erheblich gestört wird, als ein Raubvogel versucht, die Picknickdecke zu stehlen und in Folge von einem Storch angegriffen wird. Einmal mehr bewundert der Rezensent das Dynamische der aquarellierten Zeichnungen, die immer auch eine "Schule des Sehens" sind: Verlorene Gegenstände müssen entdeckt werden, virtuos spielt der Zeichner mit Licht - jede Seite erscheint wie eine eigene Geschichte und doch verweisen sie alle aufeinander, staunt Linden. Ein wunderbares "Spektakel", schließt der Rezensent.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 29.07.2023
Thé Tjong-Khings Kinderbücher verlaufen alle nach demselben Prinzip, weiß Rezensent Thomas Linden, es geht immer etwas verloren und muss dann wiedergefunden werden, so auch in seinem neuen Buch, in dem wieder einmal eine Torte entwendet wird. Was zwar inhaltlich nicht ganz so spektakulär klingt, wie Linden einräumt, überzeugt ihn durch einen fast cinematischen Zeichenstil, der dynamisch wie überwältigend dazu einlade, immer wieder zurückzublättern, noch einmal zu schauen, sich ganz in die Welt von filigranen Körpern und lichtdurchfluteten Landschaften zu begeben. Der hingerissene Kritiker hofft auf mehr: Bücher von Thé Tjong-Khing und vielleicht auch Torte.
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