(Zusammen mit dem Patmos Verlag.) Sie sind gerade erst 10 oder 12 und befehligen schon ganze Armeen. Mit Pumpguns, Maschinengewehren und Raketenwerfer ziehen sie gegen die "Feinde" zu Feld. Eine fremde Welt für viele Eltern und Lehrer - und meist bleiben die Kinder damit weitgehend allein. Doch die würden nichts lieber, als mit Erwachsenen über ihre Spiele reden, wenn man sie nur hören wollte. Was fasziniert Kinder so sehr an Computerspielen? Was heißt es überhaupt, in einer Medienwelt voller Gewalt Kind zu sein? Thomas Feibel erklärt die Bedeutung der Spiele für Kinder und informiert anschaulich über die gängigsten Spiele - wie z. B. Counter Strike, Quake, Rainbow Six - und ihre pädagogische Bewertung. Eindringlich appeliert er an Eltern, ihre Verantwortung besser wahrzunehmen. Denn gerade auch am PC brauchen Kinder Erziehung - mit festen Regeln und Werten.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 25.11.2004
"Und siehe, er ist fehlbar." Fast mit ein wenig Genugtuung legt Burkhard Strassmann dar, wie der von einem Magazin so genannte "deutsche Edutainment-Papst" Thomas Feibel mit seinem Buch über Gewalt verherrlichende Computerspiele scheitert. "Lesbar und Gewinn abwerfend" ist lediglich das Kapitel, in dem die einzelnen Computerspielegattungen vorgestellt werden, meint der Rezensent. "Leider" bleibe Feibel nicht bei seinen Leisten und beschränke sich nicht darauf, das zu behandeln, was er weiß. Um Kontext bemüht, mache er einen "ebenso wortreichen wie gedankenschweren" Ausflug zu den Gewalt in den Medien. "Doch beim Anrühren von Kontext entsteht Quatsch mit Soße", urteilt der sichtlich entnervte Strassmann, der mit der simplen Theorie Feibels, die Kinder spielten Egoshooter, um sich gegen eine "immer stärker" werdende Welt abzuhärten, sehr wenig anfangen kann.
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