Die Studie ist die erste wissenschaftliche Untersuchung über die Geschäftstätigkeit Georg von Holtzbrincks vor 1948. Die von ihm betriebenen Firmen waren eher unbedeutend. Das Geschick, mit dem Holtzbrinck sich dieser Instrumente experimentell bediente, verweist jedoch bereits auf den späteren Konzernstrategen. Die Studie erlaubt einen Blick in unerforschte Grauzonen des nationalsozialistischen Buch- und Zeitschriftenmarktes sowie die Frühgeschichte der modernen Buchgemeinschaften. Somit geht es um ein Stück kritische Selbstreflexion der Anfänge unseres heutigen Mediensystems.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.02.2009
Laut Hannes Hintermeier ist der Titel dieses Buches Programm. Was Thomas Garke-Rothbart hier mit finanzieller Unterstützung, wie Hintermeier betont, doch ohne Autorisierung von Holtzbrinck kompiliert, erscheint dem Rezensenten als längst überfällige historische Aufklärungsarbeit eines deutschen Unternehmens, an deren Ende Georg von Holtzbrinck als Geschäftsmann aus Opportunität vor dem Leser steht. Nicht ganz befriedigt zeigt sich Hintermeier von diesem Bild. Zumal die karge Materiallage den Autor bei seiner Darstellung zu einer Beschränkung auf die Jahre 1930 bis 1948 gezwungen hat. Obgleich Hintermeier auf Anhaltspunkte für das ideologische Desinteresse Holtzbrincks stößt, scheint ihm das Buch "ein gutes Stück" entfernt, ein abschließendes Ergebnis zum Thema zu bieten.
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