Thomas Grasberger, Franz Kotteder

Mobilfunk

Ein Freilandversuch am Menschen
Cover: Mobilfunk
Antje Kunstmann Verlag, München 2003
ISBN 9783888973291
Broschiert, 288 Seiten, 16,90 EUR

Klappentext

Seit Jahren häufen sich in der Nähe von Mobilfunkanlagen die Krankheitsfälle, belegen immer neue Studien die schädliche Wirkung elektromagnetischer Strahlung. Dennoch schreitet der Ausbau des Mobilfunks in hohem Tempo voran. Schließlich sollen mit der Einführung der UMTS-Technik bald flächendeckende Hochfrequenzfelder ein störungsfreies Telefonieren, Internet-Surfen und SMS-Verschicken auch in den hintersten Winkeln und tiefsten Kellern des Landes ermöglichen. Wieviel von dieser Technik wollen wir, und was kommt da auf uns zu? Kann ein Staat, der mit der Vergabe von UMTS-Lizenzen 50 Milliarden Euro eingenommen hat, seine Bürger noch verlässlich vor den Risiken dieser Technik schützen? Thomas Grasberger und Franz Kotteder leuchten hinter die Kulissen des Mobilfunk-Experiments, das sich zu einem großangelegten Freilandversuch am Menschen auszuwachsen droht.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 01.07.2003

Mit dem unaufhaltsamen Voranschreiten der UMTS-Technik wächst auch die Besorgnis über die Umweltbelastungen durch den Mobilfunk, notiert Rezensent Jörg Plath. Sehr begrüßenswert findet er daher Thomas Grasbergers und Franz Kotteders Studie "Mobilfunk", die den gegenwärtigen Stand des Wissens wie auch den des Unwissens "umfassend" wiedergebe. Plath lobt die Autoren insbesondere für ihre verständliche, informative Darstellung von Mobilfunktechnik und deren elektromagnetische Strahlung. Zudem decken die Autoren die personelle Verknüpfung von "abwiegelnden Gutachtern" und "profitierender Industrie" auf und erklären, warum Mobilfunkgegner von der Politik wenig Hilfe zu erwarten haben, berichtet Plath. Daneben fänden sich Reportagen über die Häufung von Krankheitsfällen in Frankreich und Spanien sowie die Aktionen deutscher Bürgerinitiativen. Nur hier erlaubten sich Grasberger und Kotteder einen "milden Sarkasmus". Ansonsten zeichnet sich das Buch nach Ansicht des rundum zufriedenen Rezensenten durch seinen "unaufgeregten, aber eindeutig engagierten Tonfall" aus. Es hat, schreibt Plath resümierend, "das Zeug zum Standardwerk".

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