Militärmissionen bewältigen ihre Aufgaben naturgemäß unter weitgehendem Ausschluß der Öffentlichkeit. So haftet ihnen immer eine etwas geheimnisvolle Atmosphäre an. Dies trifft auch für die Militärmissionen zu, die nach dem Zweiten Weltkrieg von den Westmächten und der Sowjetunion durch zweiseitige Abkommen in Deutschland eingerichtet wurden: drei westliche in Potsdam, drei sowjetische in den westlichen Besatzungszonen. Ihr quasi diplomatischer Status erlaubte ihnen, sich mehr oder minder unbehelligt in den Besatzungsgebieten zu bewegen, zu beobachten und das Beobachtete zu dokumentieren.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 06.04.2002
Der mit "hau" zeichnende Rezensent bespricht eine interessante Veröffentlichung der deutschen Historikerin Mußgnug. Es geht darin um die Berliner Militärmissionen nach 1945, die teils als Vorgänger diplomatischer Vertretungen gewertet werden könnten, teils aber auch "legalisierte Spionage" betrieben hätten. Durch den Zusammenbruch der DDR, so der Rezensent, sei der Historikerin ein tieferer Einblick in die Tätigkeiten dieser Missionen möglich geworden, da ihr nun die Aktenbestände vor allem der Staatssicherheit zur Verfügung standen. Allerdings sei eine wirklich befriedigende Aufarbeitung der Thematik nach wie vor nicht möglich, da es nach wie vor keinen freien Zugang zu den sowjetischen Archiven gebe.
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