Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.12.2003
Karl Bruckmaier beschreibt den Autor Thomas Palzer als "Alleinunterhalter", wobei er damit jemanden verstanden wissen will, der sich "mit sich selbst unterhält". Er zeigt sich in seiner kurzen Besprechung des Bandes mit Essays und Prosatexten ziemlich angetan von den "dem Paradoxon verpflichteten" Texten, wobei er es besonders zu schätzen weiß, dass der Autor ohne erhobenen Zeigefinder schreibt und es Palzer zudem überhaupt nicht stört, Thesen zu vertreten, von denen er ein paar Seiten später schon wieder das Gegenteil behauptet. Den Text über den Anschlag vom 11. September preist der Rezensent überwältigt als das "Tiefste", das über dieses Thema geschrieben worden ist und deshalb verzeiht er Palzer auch den mitunter "überhand nehmenden Sophismus" seiner Prosatexte.
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