Thomas Ramge

Die Sonne dimmen

Wie Geoengineering die Menschheit vor der Klimakatastrophe retten kann
Cover: Die Sonne dimmen
Penguin Verlag, München 2024
ISBN 9783328603771
Pappband, 208 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Die Menschheit schafft es nicht schnell genug, sich von den fossilen Energien zu lösen. Das Ziel des Pariser Abkommens, die Erderwärmung auf maximal 2 Grad Celsius zu begrenzen, ist kaum noch zu erreichen. Für Milliarden Menschen, besonders im globalen Süden, bedeutet das einen Überlebenskampf. Bald wird es nur die Wahl geben zwischen wachsendem Leid durch Klimafolgen - und solarem Geoengineering. Dabei wird die Erde durch Reflexion von Sonnenstrahlen in der Atmosphäre künstlich heruntergekühlt. Diese technische Zwischenlösung verschafft die nötige Zeit, um die Wirtschaft zu dekarbonisieren und genügend grüne Energie zu erzeugen, um der Atmosphäre das CO2 wieder zu entziehen, das zur Aufheizung geführt hat. Der renommierte Wissenschaftsautor Thomas Ramge findet es höchste Zeit, Geoengineering zu erforschen, zu diskutieren und einen internationalen Plan für einen verantwortungsvollen Einsatz zu fassen, der verhindert, dass einzelne Staaten, Tech-Milliardäre oder Unternehmen einfach vorpreschen. Sein Buch bricht das Tabu um das künstliche Dimmen der Sonneneinstrahlung und hat das Ziel, eine konstruktive politische Debatte anzustoßen, wie der Übergang ins postfossile Zeitalter gelingen kann.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.11.2024

Ein klug abwägendes Buch über Geoengineering hat Thomas Range laut Rezensent Christian Schwägerl geschrieben. Range macht zwar klar, lesen wir, dass er der Idee, die krassesten Folgen des Klimawandels mithilfe einer künstlichen Verminderung von Sonneneinstrahlung zum Beispiel durch in der Atmosphäre versprühte Aerosolen zu bekämpfen, eher gewogen ist. Aber er verschweigt auch nicht, dass es sich dabei um ein hochriskantes Unterfangen handeln würde, und zwar, zählt Schwägerl auf, gleich aus mehreren Gründen: Es gäbe weniger Anreiz für weitere Klimapolitik, außerdem könnte auch das Ozonloch größer werden. Nicht erwähnt Range, kritisiert Schwägerl, dass manche Probleme, wie die Übersäuerung der Weltmeere, gar nicht behoben werden würden. Insgesamt plädiert der Autor dafür, fasst Schwägerl zusammen, zumindest die Forschung in Bezug auf Geoengineering voranzutreiben, damit ein Notfallplan zur Hand ist, wenn es hart auf hart kommt. Dass die zahlreichen Probleme, die ein solches Vorgehen mit sich bringt, nicht ausgeblendet werden, macht dieses Buch laut Rezensent zu einem starken.

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