Aus dem Englischen von Lutz W. Wolff. Die großen internationalen Konflikte des 21. Jahrhunderts sind heute bereits angelegt. Mit bestechender Klarsicht identifiziert der Politikexperte Tim Marshall, welche zehn Regionen die größten Krisenherde der nächsten Zukunft darstellen. Er erklärt, welche Rolle geographische Faktoren spielen, wer in die Konflikte verwickelt ist und welche Lösungen es geben könnte. So wird Australien im Pazifik mit der Supermacht China konfrontiert sein, Griechenland mit der Türkei um Gebiete im Mittelmeer kämpfen, die Sahelzone eine neue Flüchtlingskrise in Europa hervorrufen und der Weltraum unterschiedlichste Besitzansprüche wecken.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.02.2022
Rezensent Jürgen Zimmerer hält Tim Marshalls Versuch, unsere Welt anhand von Landkarten zu erklären, für gescheitert. Weder über die Zukunft an sich noch über die Krisen von morgen erfährt der Rezensent hier Wissenswertes. Stattdessen quält ihn der Autor mit Banalitäten und Stereotypen über bestimmte Weltregionen, ja mit Ressentiments und Voreingenommenheiten, etwa wenn er den Iran als Schurkenstaat abkanzelt oder den Begriff Europa allzu unreflektiert verwendet. Schade, findet Zimmerer, denn Geografie ist durchaus ein wichtiger Aspekt für das Verständnis von Geschichte.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 25.10.2021
Rezensent Werner Hornung freut sich erst über die Fortsetzung von Tim Marshalls Erfolgsbuch von 2015. Dass die Geografie die Politik und die Geschicke der Länder bestimmt, möchte der Autor anhand von Flüssen, Bergen, Inseln in Australien, Iran, Saudi-Arabien, Britannien, Griechenland, Türkei, Spanien und anderswo. sichtbar machen. Das funktioniert laut Hornung auch gut, weil der Journalist Marshall erzählen kann und Mythen und Geschichte unterhaltsam in den Gang der Erzählung einflicht. Schlimm findet Hornung dagegen das Kartenmaterial im Band. Eigentlich bedeutsam bei so einem Buch, sollte man meinen. Hornung findet sie grau und inhaltsarm. Eine Brille braucht man auch.
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