Aus dem Englischen von Günther Orth. Die jordanischen Islamismus-Experten Mohammad Abu Rumman und Hassan Abu Hanieh beantworten die wichtigsten Fragen nach Unterschieden und Verhältnis zwischen dem sogenannten "Islamischen Staat" und dem Al-Qaida-Netzwerk. Sie gewähren tiefe Einblicke in beide Organisationen und zeigen auf, welche internen Konflikte zur Abspaltung des IS von Al-Qaida sowie zur Entstehung zweier Rivalen im globalen Dschihad geführt haben. Was sind die zentralen ideologischen Säulen des IS? Woher kommen seine rapide Expansion und seine militärische Stärke? Wie ist er aufgebaut und welche Ressourcen hat er? Worin liegen die Konflikte zwischen IS und dem Al-Qaida-Netzwerk begründet? Worin unterscheiden sich IS und Al-Qaida beziehungsweise die Al-Nusra-Front ideologisch? Welche Szenarien sind für die Zukunft denkbar? Wie wird sich das Engagement der internationalen Koalition gegen des IS auswirken?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.09.2016
Rezensent Rainer Hermann hält das Buch der beiden jordanischen Islamismus-Experten Hassan Abu Hanieh und Mohammad Abu Rumman für unverzichtbar zum Verständnis des IS und der Eigendynamik des Dschihadismus. Leider haben die beiden Autoren keine guten Nachrichten, meint er. Lösungsmöglichkeiten bietet die von ihnen mit großer Detailkenntnis dargelegte Situation in der arabischen Welt laut Hermann kaum. Die beschriebene Entwicklung der Terrorgruppen als Folge schlechter sozialer Bedingungen, der Besetzung des Irak und der Marginalisierung sunnitischer Muslime deutet für Hermann in eine düstere Zukunft. Friedliche Veränderungen sehen die Autoren nicht, meint er, eher noch mehr Chaos und Gewalt. Ein Index hätte das Buch noch besser gemacht, findet der Rezensent.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 18.07.2016
Wolfgang Freund entgeht nicht die Besorgnis der beiden Autoren Hassan Abu Hanieh und Mohammad Abu Rumman, jordanische Sozialwissenschaftler alle beide. Was der Rezensent in deutscher Übersetzung aus dem Arabischen zu lesen bekommt, verdeutlicht ihm nicht nur die Entwicklung der einzelnen islamischen Terrorzweige, sondern auch, dass die Schiiten im Irak und in Syrien einen guten Teil der "Aktionsdynamik" dessen, was in Syrien und Bagdad geschieht, für sich beanspruchen können. Dass der Band für ein jordanisches Publikum geschrieben wurde, merkt Freund leider auch schnell. Regionales und Interna, die Freund nicht versteht und zu dem ihm die mehrheitlich längst toten Links im Buch auch keinen Hinweis geben, versüßen ihm die Lektüre nicht gerade. Die Übersetzung hingegen findet der Rezensent lobenswert.
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