Johann Ludwig Aberli war einer der erfolgreichsten Landschaftsmaler. Mit ihm begann die bildliche Erschliessung der Schweiz im 18. Jahrhundert. Er wurde von so bedeutenden Persönlichkeiten wie Johann Wolfgang von Goethe oder Johann Heinrich Merck geschätzt. Dennoch wird sein Werk bis heute kontrovers beurteilt, besonders die von ihm herausgegebenen handkolorierten Landschaftsradierungen. Das Buch schlägt eine neue Sichtweise zum Verständnis seines Oeuvres vor. Sein Wirkungsfeld und künstlerisches Selbstverständnis stehen im Zentrum, um die Begeisterung zu verstehen, die ihm die Zeitgenossen entgegenbrachten. So wird das international agierende Umfeld rekonstruiert und der Prozess der Bildentstehung erläutert. Dabei kann die Bedeutung herausgestrichen werden, die Aberli für die Entwicklung der Pleinairmalerei spielte.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 11.01.2012
Den Schweizer Künstlern der Neuzeit widmet sich der Autor schon seit längerem. Thomas Freivogel dankt es ihm. Freivogel fliegt auch auf die nun vorliegende Monografie zum Winterthurer Maler Johann Ludwig Aberli, dessen Landschaftsveduten ihn in ihrer kristallinen Klarheit begeistern. Aberlis vielfältiges Werk sieht er von Tobias Pfeifer-Helke profund aufgefächert und elegant in einen historischen und geistesgeschichtlichen Zusammenhang gebracht. Sowohl Aberlis Techniken, als auch rezeptionelle Besonderheiten der Zeit stellt der Autor dem Rezensenten vor. Geduldig tastend gelingt es ihm sogar, die etwas weniger gefälligen Ölbilder des Malers dem Rezensenten zugänglich zu machen. Zu wünschen übrig bleiben diesem allenfalls mehr Abbildungen, um das Gelesene besser optisch erfassen zu können.
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