Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.03.2004
In dem zweiten Band der großen Mengs-Monografie sind "nun endlich die Materialien beisammen", um das Lebenswerk des klassizistischen Hofmalers "aus den Voraussetzungen seiner Zeit zu begreifen", staunt Jens Bisky. Steffi Roettgen sei es gelungen, das Bild Anton Raphael Mengs, der häufig als eine "Karikatur eines 'seelenlosen Kopisten' oder 'pedantischer Eklektiker'" dargestellt wurde, zu korrigieren und die "ausgeschriebenen Klischees" über jenen Maler zu zerstören, der später Goyas Mentor wurde. Dank Roettgen erscheint Mengs nicht mehr länger als ein "Betriebsunfall der Kunstgeschichte", so Bisky. Denn die Autorin lege einen Zusammenhang zwischen den künstlerischen Leistungen des späteren Goya und denen des "sächsischen Raffael" nahe. So fühlt sich Bisky von der "gewichtigen" Monografie zum "Blättern, Festlesen, Spurenverfolgen" eingeladen. Und wenn auch "die wenigsten der voraussetzungsreichen Mengschen Gemälde" den heutigen Betrachter "unmittelbar zu fesseln" vermögen, so fesseln doch "Leben und Werk in ihren Widersprüchen", versichert unser Rezensent.
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