Deutschland steckt in einer Dauerkrise. Die Wirtschaft stagniert, der Lebensstandard vieler Menschen ist dramatisch gesunken und die AfD gewinnt an Zustimmung. In diesem Buch zeigt der renommierte Ökonom Tom Krebs, dass eine Fehldiagnose marktliberaler Ökonomen und die entsprechenden Fehlentscheidungen der Bundesregierung für die schlechte Lage in Deutschland verantwortlich sind. Um den Wohlstand zu retten und den Zusammenhalt zu stärken, muss sich die deutsche Politik von der marktliberalen Märchenwelt der Ökonomen befreien. Denn nur ein Ansatz, der die Sorgen der Menschen ernst nimmt und gleichzeitig eine positive Vision der Zukunft bietet, kann uns aus der Misere führen.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 18.01.2025
Rezensent Konstantin Hühn findet sinnvoll, wie Tom Krebs in seinem Buch gegen die "Märchenwelt" (Krebs) des Marktliberalismus anschreibt. Denn die Überzeugung, der Markt regele sich schon selbst und sei "generell effizient" und "gemeinwohlfördernd", sei eben eine Illusion und viel eher für die aktuelle Wirtschaftsrezession verantwortlich zu machen als die allseits herangezogenen "strukturellen Gründe", wie Hühn die Kritik des Makroökonomen und Wirtschaftspolitikers wiedergibt. Was es jetzt brauche, um aus der Krise herauszuführen, seien gerade die staatlichen Interventionen, die der Marktliberalismus so fürchte: darunter massive Investitionen in Bildung in Infrastruktur, Lohnerhöhungen, Förderung von Klima-Investitionen, oder kurz: einen "ökonomischen Realismus", so die Formulierung des Autors. Dass Krebs in seinem Entwurf nicht alle Probleme (z.B. Wohnen und Sozialstaat) berücksichtigen und alle möglichen Gegenargumente (z.B. der sogenannte Rebound-Effekt) entkräften kann, sieht der Kritiker ein - er scheint trotzdem zu schätzen, wie informiert Krebs hier eine Vergangenheitsanalyse mit konkreten Zukunftsvorschlägen verbindet.
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