Dieses Buch bietet eine kritische Auseinandersetzung mit Friedrich August von Hayeks Gedankenwelt und stellt seine Theorien in den Kontext der heutigen gesellschaftlichen Herausforderungen. Die Autoren beleuchten die normative Dimension von Hayeks Werk und zeigen auf, wie sein ökonomisches und juristisches Denken untrennbar miteinander verbunden sind. Mit scharfsinnigen Analysen und einem klaren Blick für die verfassungspolitische Relevanz seiner Ideen, ist dieses Buch ein Schlüsselwerk für alle, die tiefer in die Welt der politischen Philosophie eintauchen möchten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.11.2024
Ein Buch, das die Aktualität der Thesen Friedrich August von Hayeks aufzeigt, liest Rezensent Erich Weede. Verfasst haben es Markus Kerber, Wirtschaftsjurist und Bruno Schönfelder, Ökonom, die sich, lesen wir, mit Hayeks Gedanken zu Recht und Demokratie auseinander setzen. Kerber ist, so Weede, nicht so staatsskeptisch wie Hayek, ist aber wie dieser der Ansicht, dass Maßnahmegesetze mit diskriminierender Wirkung zurückhaltend eingesetzt werden sollten und dass sozialpolitische Aktivitäten oftmals problematische Folgen haben. Während Kerber noch weitere Themen anreißt und dabei oft quer zu Hayek liegt, konzentriert sich Schönfelder auf den Wohlfahrtsstaat und argumentiert mit Hayek, dass Wohlfahrtsleistungen durch den Staat zwar eine Rechtfertigung haben, aber an Bedingungen wie unter anderem die Annahme von Arbeitsplätzen geknüpft sein sollten. Insgesamt befürchten beide Autoren, fasst Weede, der diese Diagnose zu teilen scheint, zusammen, dass auch demokratische Strukturen Unfreiheit begünstigen können.
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