Die Studie entfaltet eine Reflexion von Männlichkeit, die sich kanonisierten Texten der literarischen Tradition vom Buch Hiob, über Goethe und Broch bis zu Rilke unter einer doppelten Optik zuwendet. Den kritischen Textanalysen, die die Strukturen ?hegemonialer Männlichkeit? (Connell) aufdecken, werden andererseits wahrnehmend-rettende Lektüren unterlegt, die den verborgenen Subtext eines Verlusts freilegen: der bislang uneingelösten Möglichkeit eines anderen Mannseins, das seiner Kreatürlichkeit und Abhängigkeit von anderen eingedenk wäre - eine Verlustgeschichte, die mit Benjamin als "Verlust der Nähe" beschrieben wird.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…